Allier/Loire-Wanderfahrt (2006) PDF Drucken E-Mail
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Allier/Loire-Wanderfahrt (2006)
Die Fahrt vor der Fahrt
Der Anreisetag
Der erste Paddeltag
Erste Gepäckfahrt
Moulins Besichtigungstag
Bis kurz vor le Veurdre
Bis zum Kanalaquädukt
Nach Fourchambault
Umsatz-, Faul- und Genusstag
Nach La Charité
Besichtigungstag in La Charité
Nach St. Satur
Heißer Besorgungstag
Zweiinselfahrt an einem Tag
Die letzte Etappe
Gien
Rückfahrt
Hinweise zu Ortsangaben und Hindernissen
Die gefahrenen Strecken
Alle Seiten

(Ein Tagebuch von Gernot Paul)

 

Seit ich in den 70er Jahren anlässlich einer Frankreichfahrt die Loire bei Orleans sah und dann später das Paddeln für mich (und meine Tochter Birte) neu entdeckte, hatte ich einen Traum: ich wollte auf diesem Fluss paddeln, mich zwischen den Sandbänken treiben lassen und an seinem Ufer und auf seinen Inseln zelten. Das Ganze sollte bei schönem, warmem Wetter stattfinden. Davon, dass Träume wahr werden, handelt dieser Bericht.

Irgendwann in der ersten Hälfte des Jahres 2005 muss es gewesen sein, als ich Erwin gegenüber von meinem Traum erzählte. Er sagte nur: „Da bin ich dabei.“ Und seitdem wusste ich, es könnte gelingen.

Wir behielten unsere Pläne nicht für uns und so kam es, dass sich am 29.11.2005 acht Paddler aus unserem Verein und Thorsten Peiffer trafen und nach einem Erfahrungsbericht von Thorsten die weiteren Pläne besprachen. Der Rotwein stimmte uns dabei auf französische Verhältnisse ein. Wir trafen uns noch zwei Mal (7.2. und 18.4.). Allerdings waren wir schließlich nur noch sechs (Annegret, Susi, Dieter, Wolfgang, Erwin und ich), die die Fahrt unternehmen wollten, bzw. konnten. Jürgen und Karin waren ausgeschieden, wegen der evtl. Unannehmlichkeiten des Inselzeltens oder der beruflichen Verpflichtungen.

Wir listeten auf, was wir glaubten mitnehmen zu müssen, machten uns viele Gedanken, welche Fertiggerichte uns vor dem Hungertod bewahren würden, ergründeten den Wasserbedarf eines Menschen, testeten Kocher, besprachen Termine genauso wie Länge und Stärke der Treidelleine, kauften ein großes Tarp (4 x 6 m) mit Teleskopstangen, hörten uns bei erfahrenen Paddlern um. Ich selber erstellte wie immer Packlisten (s.u. Anlage) – nicht alles, was darauf stand, war nutzlos. Aber wie immer sieht das Konkrete anders aus als das Vorbedachte. Außerdem stellten wir in Frankreich fest, dass wir gar nicht im Urwald waren, sondern zahlreiche Supermärkte und andere schöne Geschäfte vorfanden.